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Trennungsschmerz

Trennungsschmerz mit EMDR Selbstcoaching und im Coaching erträglicher bewältigen

Trennungsschmerz mit EMDR Selbstcoaching und Coaching erträglicher bewältigenWenn der Partner geht, wird der Zurückgelassene meist von Liebeskummer-Gefühlen regelrecht überrollt. Eine wichtige und entscheidende Phase des Kummers ist der Trennungsschmerz, der oft aus heiterem Himmel zuschlägt und mit einer gewaltigen Kraft für Leid und Herzschmerz sorgt. Traurigkeit, Wut, Enttäuschung und Selbstzweifel werden zum alltäglichen Begleiter und lassen das einst so glückliche Leben in Zweisamkeit zu einem grauen, einsamen Ort erstarren, der nicht selten Verzweiflung heißt. Man versucht, irgendwie den Trennungsschmerz abzustreifen, ihn gar durch Ignoranz zu überwinden. Aber das geht häufig schief und spätestens am Abend kommen die Gedanken rund um den Ex-Partner mit geballter Kraft zurück. Man scheint in einem tiefen Loch zu versinken, aus dem es scheinbar keinen Ausweg mehr gibt. Nun gilt es, irgendwie die Phasen des Liebeskummers zu meistern. Doch der Liebesschmerz ist nicht umsonst. So ist ein umgehen oder ignorieren, sollte das überhaupt möglich sein, nicht sinnvoll.

Das Erleben von Trennungsschmerz ist ein wichtiger Bestandteil von Liebeskummer aufgrund einer Trennung. Nur, wer sich ernsthaft und vollständig dem Trennungsschmerz stellt, kann dem Liebesschmerz dauerhaft ein Ende bereiten. Von Trennungsschmerzen sind übrigens nicht nur die Verlassenen betroffen. Auch der Ex-Partner, der sich für den Schlussstrich entschieden hat, leidet unter den Folgen einer Trennung. Jedoch in einer anderen Intensität und Dimension.

Trennungsschmerz bewältigen: Vom Verlassen und Verlassen werden

Beziehungen enden in der Regel nicht von heute auf morgen. Die Person, die sich für den Cut entschieden hat, hat zum einen Gründe für den Schritt und zum anderen schon lange Zeit vorher darüber nachgedacht. Sie wird sich einem langen Gedankenprozess unterzogen und genau auf die Trennung vorbereitet haben. Viele Überlegungen standen an, die Beziehung wurde analysiert, vielleicht wurde sogar nach Auswegen oder Alternativen zum Schlussstrich gesucht. Selbst die Verlassenen könnten sich schon vorher mit Vorahnungen geplagt haben. Wollten diese vielleicht nicht wahrhaben und haben versucht, sie zu überspielen. Das Ende vom Lied: Der, der verlässt hat sich bereits mit der Thematik auseinandergesetzt, während der Verlassene in Unwissenheit lebte und von seinem Gegenüber, mit dem Wunsch nach dem Beziehungsaus, vor den Kopf gestoßen und in einen Zustand des Schocks und der Lähmung versetzt wurde. Der Verlassene spürt intensiven Trennungsschmerz, Selbstzweifel, vielleicht auch Wut und Hass auf den jeweils anderen.

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Ebenso spürt aber auch die Person, die verlässt, einen gewissen Trennungsschmerz, jedoch bei Weitem nicht so intensiv und tief, wie der Verlassene. Immerhin handelt es sich um das Ende einer Beziehung zu einem Menschen, der wohlmöglich über einen langen Zeitraum vom Herzen geliebt wurde.

Trennungsschmerz bei Frauen: Eine persönliche Niederlage

Für Frauen ist das Ende einer Beziehung oft mit einer persönlichen Niederlage vergleichbar. Sie reagieren sehr emotional und neigen dazu, Fehler und Gründe für die Trennung ausschließlich bei sich zu suchen. Der Trennungsschmerz führt nicht selten zu intensiven Selbstzweifeln, die im schlimmsten Fall mehrere Monate anhalten können. Während Frauen Liebeskummer haben, neigen sie außerdem dazu, die vergangene Beziehung intensiv zu analysieren und ordentlich auf den Kopf zu stellen. Alles soll genau überprüft werden, um möglichst detaillierte Gründe ausfindig zu machen. Von dieser Art Herzschmerz und Liebeskummer sind nicht nur Frauen betroffen, die verlassen wurden. Auch Frauen, welche die Trennung selbst ausgesprochen haben, können diese Gefühle und insbesondere die Selbstzweifel sehr intensiv verspüren. Grund für diese Selbstzweifel ist manchmal Mitleid für den Verlassenen, was schlussendlich jedoch keine Basis für eine intakte Beziehung bildet.

Trennungsschmerz bei Männern: Männer überwinden schneller

Männer haben den Vorteil, dass sie Trennungsschmerz oft schneller verarbeiten können. Dafür ist der Liebesschmerz an sich jedoch sehr heftig. Darüber hinaus verspüren Männer nur selten Selbstzweifel und wenn doch, dann nur für kurze Zeit. In der Regel nehmen Männer eine Trennung nicht persönlich und sind von vorneherein der Überzeugung, dass sich die Vergangenheit ohnehin nicht ändern lässt. Folglich blicken sie eher in die Zukunft, wobei auch der zügige Blick nach einer neuen Partnerin keine Seltenheit ist. Für Frauen ist das oft unverständlich, wobei die Art und Weise, wie der Ex-Partner mit dem Beziehungsaus umgeht, oft für noch intensiveren Liebeskummer sorgt. Allerdings muss erwähnt werden, dass nicht jeder Mann gleich ist. Es gibt auch Ausnahmen, denen das Bewältigen von Trennungsschmerz alles andere als leicht fällt.

Trennungsschmerz überstehen: Der Ausweg aus dem Liebeskummer

Wie bereits erwähnt, handelt es sich beim Trennungsschmerz um die zweite Phase von Liebeskummer. Die erste Phase wird durch Vorahnungen geprägt, die aber nur selten ernsthaft wahrgenommen werden. In der zweiten Phase wird uns daher erstmals richtig bewusst, dass die Beziehung nicht mehr zu retten ist und das Ende nicht nur naht, sondern bereits eingetreten ist. Diese Phase ist unglaublich schmerzhaft und bringt uns nahezu um den Verstand. Wir wissen nicht mehr, wo vorne und hinten ist. Doch was können wir machen, um den Trennungsschmerz nicht nur zu lindern, sondern den Herzschmerz dauerhaft zu bewältigen, um anschließend in die nächste Phase von Liebeskummer überzugehen?

Jeder Mensch ist individuell und jeder Mensch verspürt andere Gefühle in unterschiedlicher Intensität. Das Bewusstsein für den eigenen Körper, die eigene Seele und die innere Mitte sollte daher stets im Vordergrund stehen. Wichtig ist jedoch, dass der Liebesschmerz zugelassen wird.

Tränen dürfen und sollen ruhig fließen, denn dieser Vorgang ist ganz natürlich und absolut normal. Weinen ist wichtig, um die Seele zu reinigen. Natürlich darf man auch an den Ex-Partner denken. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht oder mit einem weinenden Auge spielt dabei absolut keine Rolle. Niemand sollte sich für seine Gefühle, die durchaus der Verzweiflung nahe sein können, schämen. Immerhin hat man einen Menschen verloren, den man über lange Zeit geliebt hat und immer noch liebt. Diese Trauer ist notwendig, um den Trennungsschmerz dauerhaft zu überstehen. Wichtig ist, dass neben den negativen Gedanken auch positive Gedanken eingebracht werden. Abschließend ein paar Beispiele:

  • Zwischen dem Aushalten von Trennungsschmerz und Zulassen von Selbstmitleid sollte auch für Zeiten gesorgt werden, in denen man sich etwas Gutes tut. Selbst wenn es nur ein warmes Bad, ein Waldspaziergang oder ein Tee und süße Kekse sind.
  • Am Anfang mag man sich sicher nur noch einschließen und keinen einzigen Kontakt zur Außenwelt hegen. Das ist verständlich und absolut normal, schließlich fühlt man sich schlecht und absolut hilflos. Aber daneben sollten die sozialen Kontakte zu Freunden aufrecht gehalten werden. Es ist wichtig, sich auch mal unter Leute zu begeben, mit alten Freunden zu treffen oder neue Kontakte zu knüpfen. Das lenkt ab und bringt ein bisschen Licht ins Dunkel.
  • Selbstzweifel und Schuldgefühle, ebenso aber auch anfänglicher Hass gegenüber dem anderen sind ebenfalls absolut normal, sollten aber keinesfalls zu einem Dauerzustand werden. Die eigene Kraft sollte viel intensiver für etwas Gutes eingesetzt werden. Vielleicht kann so ein Beziehungscut auch als Lerneffekt genutzt werden, um bei späteren Beziehungen anders zu agieren.

Als äußerst hilfreich hat sich EMDR bei der Verarbeitung von Liebeskummer und Trennungsschmerz erwiesen. Ob nun als Anwendung im EMDR-Selbstcoaching oder als EMDR-Coaching mit einem Coach.

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