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Liebeskummer – was passiert in unserem Körper?

Liebeskummer – negative Gedanken, ein emotionaler Ausnahmezustand und starke körperliche Missempfindungen quälen uns.

Liebeskummer - was passiert in unserem Körper?Heftiger Liebeskummer lässt unseren Körper verrückt spielen. Er geht einher mit dem mächtigen Gefühl der Ausweglosigkeit. Aber gibt es wirklich so etwas wie Herzschmerz nach einer Trennung oder bilden wir uns das alles einfach nur ein? Auf der Suche nach Antworten für den Grund der Trennung und Lösungen für unseren Liebeskummer treffen wir auf immer weitere Fragen, die meist unserer vergangenen Liebe gelten und uns permanent grübeln lassen. Auch wenn die meisten den Liebesschmerz ähnlich beschreiben, durchlebt doch jeder die Zeiten der Trauer und des Trennungsschmerzes auf eine ganz individuelle und persönliche Weise.

Was ist Liebeskummer? – Wenn Gefühle uns zusetzen!

Liebe ist etwas Wundervolles. Es gibt keine stärkere Zuneigung und Wertschätzung, die ein Mensch für einen anderen Menschen aufbringen kann, als echte und tiefe Liebe. Aus biologischer Sicht lässt sich das Gefühl der Liebe sehr gut erklären; verschiedene Botenstoffe spielen hierbei eine Rolle. So sorgt Dopamin beispielsweise für Euphorie, Adrenalin für Aufregung, Cortisol und Endorphin lösen dagegen rauschartige Glücksgefühle und ein tiefes Wohlbefinden aus. Aus diesem Wissen lässt sich ableiten, was in unserem Körper passiert, wenn wir Liebeskummer haben. Denn auch beim Trennungsschmerz spielt unser Hormonhaushalt eine wesentliche Rolle.

Doch, während der eine befürchtet, sein Herz könne jeden Moment zersplittern, spürt der andere einen schweren Stein in seinem Magen. Ein Dritter verspürt dagegen für nur kurze Zeit Enttäuschung und Traurigkeit, kommt aber schnell darüber hinweg.

Warum können die Reaktionen verschiedener Menschen auf eine Trennung oder die bloße Angst vor einem drohenden Ende unserer Beziehung so unterschiedlich sein und sich andererseits so ähneln?

Eine Erklärung bietet das Modell der somatischen Marker nach dem berühmten Gehirnforscher Antonio Damasio, welches aus neurobiologischer Sicht trotz der Individualität von gefühltem Liebesschmerz erklärt, was in unserem Körper passiert, wenn der Herzschmerz uns überkommt.

Liebesschmerz verstehen: Was in unserem Körper passiert!

Wenn wir Kummer spüren oder um jemanden trauern, steht unser Körper stark unter Stress. In dieser Zeit befindet sich unser Körper in einem Ausnahmezustand. Bei Liebeskummer ist das keinesfalls anders als bei anderen Trauerprozessen: denn wir trauern um den (einst) geliebten Menschen, der nun fort ist, seelisch als auch körperlich. Die Veränderungen in uns gleichen einer Achterbahnfahrt der Gefühle – permanent geht es hoch und runter. Dieses Hormon-Wechselspiel sorgt für zunehmenden Stress in unserem Inneren, worauf viele von uns in der Regel mit weinen reagieren. Und das ist gut so. Denn Weinen ist ein wichtiger Prozess, um Stress in Trauersituationen und bei Herzschmerz abzubauen. Es hilft uns, den Liebeskummer zu überwinden und den Trennungsschmerz zu bewältigen.

Was passiert, wenn wir weinen?
Wenn Tränen fließen, werden sie oberhalb des Auges, in der Tränendrüse, gebildet. Dies ist, auch wenn wir nicht weinen, ein notwendiger Vorgang. Denn so wird das Auge bei jedem Blinzeln mit Tränenflüssigkeit feucht gehalten. Die Hornhaut unserer Augen wird so vor einem Austrocknen geschützt. Die gebildeten Tränen enthalten nicht nur Salz, sie sind auch mit Eiweiß angereichert. Wenn wir trauern, produziert unser Körper eine relativ große Menge von Eiweißstoffen, die aus dem Körper ausgespült werden müssen. Diese Eiweißproduktion ist eine Reaktion auf Stress. Daher sollten wir Tränen nicht zurückhalten.

Intensiver Liebeskummer – wenn das Herz schmerzt und die Seele brennt

Doch die Tatsache, dass wir bei Herzschmerz weinen, erklärt noch nicht, was genau in unserem Körper vorgeht. Für unser intensives Kummergefühl sind somatische Marker verantwortlich, durch die sich unser Körpergedächtnis bemerkbar macht und uns signalisiert, dass das Erlebte, die Trennung eine Bedrohung für uns und unser emotionales ICH darstellt und wir uns wappnen sollen. Unser emotionales Gedächtnis versucht uns zu schützen. Liebesschmerzen gleichen starken Angstgefühle sehr, wenn sie diese in den meisten Fällen nicht gar repräsentieren: denn wer unter Liebeskummer leidet, hat meist Angst:

  • Angst vor dem Alleinsein: niemand liebt mich, ich werde einsam sterben
  • Angst vor der Zukunft: ich werde nie wieder jemanden kennenlernen
  • Angst vor dem Verlust: alles was mir wichtig war, ist nun gegangen
  • Angst vor der Überforderung: ich schaffe es nicht allein
  • Angst vor dem Tod: ich werde das nicht überleben

Im Zuge dessen fühlen wir uns schlapp, trost- und antriebslos, verspüren kein Hungergefühl und sind allgemein abgeschlagen. Wir fühlen uns wirklich mies! Schnelle Hilfe finden Sie hier: Praxis

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Unser emotionales Gedächtnis beeinflusst unsere  Gedanken

Der Zusammenhang mit unseren Glaubenssätzen ist offenkundig. Überwiegend unbewusst dominiert unser emotionales Gedächtnis mit Hilfe der somatischen Marker unsere eigenen gelebten Überzeugungen. Unser limbisches System, Teil unseres Gehirns, beeinflusst unser Gehirn, im Speziellen den Hypothalamus und die Hypophyse. Beides gerät durch den empfundenen Stress aufgrund einer Trennung aus dem Takt. Infolgedessen werden zusätzlich weitere unterbewusste Ängste angesprochen und ausgelöst.

Wer dies erkennt und in der Lage ist, sich seinen Ängste zu stellen, befindet sich auf einem guten Weg, Liebeskummer zu überstehen. Dazu ist sehr hilfreich, wenn nicht sogar notwendig, gelebte Beziehungsmuster sowie Reaktionen auf Herzschmerz aus der Vergangenheit zu betrachten und in Frage zu stellen. Denn so können wiederkehrende schmerzhafte Verhaltensmuster erkannt und im besten Fall verändert oder aufgelöst werden. Damit es bei der nächsten Beziehung anders wird.

Die EMDR-Methode kann hierbei besondere Hilfestellung geben, sowohl im Selbstcoaching als auch im Coaching.

Gut zu wissen:

Wenn Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin bei Liebeskummer aus dem Gleichgewicht geraten:

Im Falle von Herzschmerz und Trennungsschmerz bildet unser Körper einen Überschuss an Adrenalin. Denn in Stresssituationen findet eine Ausschüttung des Hormons statt. Adrenalin sorgt dafür, dass sich das Herz-Kreislauf-System und der Stoffwechsel an die Ausnahmesituation anpassen. Es folgt eine Blutdruckerhöhung, eine Steigerung der Puls- und Atemfrequenz. Sobald der Stress nachlässt, wird das Adrenalin zügig abgebaut.

Im Falle von Liebeskummer und Liebesschmerz sind wir jedoch einer dauerhaften Stressbelastung ausgesetzt, was dazu führt, dass ein Abbau des Botenstoffes nicht möglich ist. Folglich steht unser Körper permanent „unter Strom“, was zwangsläufig den gesamten Organismus belastet.

Da Adrenalin in der den Nebennieren gebildet wird und diese durch eine andauernde Produktion an ihre Grenzen stoßen können, kann es zu einem Mangel an Adrenalin kommen. Ein geringer Adrenalinspiegel geht häufig mit chronischen Müdigkeitssymptomen, Störungen der Konzentration und im schlimmsten Fall zu einer tiefgreifenden Depression oder einem Burn-Out einher. Ein Grund mehr, sich aktiv um die Überwindung des eigenen Liebeskummers zu kümmern. (Hilfe)

Dopamin und Noradrenalin sinken bei Trennung:

Neben Adrenalin spielen auch Dopamin und Noradrenalin eine wichtige Rolle im Falle von Herzschmerz. Dopamin und Noradrenalin sind absolute Glückshormone. Sind wir frisch verliebt und spüren Leidenschaft, ist der Dopamin-Pegel in unserem Körper sehr hoch. Werden wir jedoch enttäuscht und kommt es zu einer Trennung, sinkt der Dopamingehalt signifikant – Liebeskummer entsteht. Im gleichen Zuge sinkt aber auch der Gehalt an Noradrenalin, woraufhin ein Motivationsabfall folgt, der ebenfalls bei Depressionen beobachtet werden kann.