Das vollständige Video-Tutorial zum EMDR-Selbstcoaching

5 Stunden Video-Anleitung mit all dem kompakten Wissen und hilfreichen Übungen für die sofortige Durchführung der EMDR-Selbstanwendung ohne Hilfsmittel. (mehr…)

Das komplette Video-Tutorial zum EMDR-Selbstcoaching

5 Stunden Video-Anleitung mit all dem kompakten Wissen und hilfreichen Übungen für die sofortige Durchführung der EMDR-Selbstanwendung ohne Hilfsmittel. (mehr…)

Prokrastination überwinden: Wenn bessere Planung allein nicht weiterhilft

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Um wiederkehrendes Aufschieben zu verändern, lohnt sich ein genauer Blick auf den Moment vor dem Ausweichen. Fehlen Informationen oder ein realistischer Plan, setzt du dort an. Entsteht dagegen bei einer klaren Aufgabe Angst, Scham oder körperliche Anspannung, kann die Arbeit an dieser begrenzten Reaktion hinzukommen. EMDR-Selbstcoaching ist dafür bei beherrschbaren Alltagsthemen ein möglicher Ansatz; anschließend zählt der tatsächliche nächste Handlungsschritt.

Erschöpfter Mann sitzt vor einem Laptop und reibt sich die Augen

Der reservierte Arbeitsblock beginnt um neun. Du hast dir vorgenommen, endlich die überfällige Kostenübersicht zu bearbeiten. Die Unterlagen liegen bereit. Trotzdem wandert der Cursor zuerst zum Posteingang. Dann öffnest du die Nachrichten. Als du wieder auf die Uhr schaust, ist eine halbe Stunde vergangen.

Du kennst diesen Ablauf. Einen Kalenderblock einzurichten war bereits dein dritter Versuch, es anders zu machen. Die nächste App würde dir erneut sagen, wann du anfangen sollst. Was sie dir bisher nicht zeigt, ist der Moment, in dem du innerlich zurückweichst.

Verändere das Hindernis, das tatsächlich vorliegt

Prüfe vor einer weiteren Methode, ob der geplante Arbeitsbeginn überhaupt möglich ist. Hast du die nötigen Unterlagen? Weißt du, was als Erstes zu tun ist? Passt der Umfang in die verfügbare Zeit? Wenn eine dieser Voraussetzungen fehlt, gehört sie auf die sachliche Arbeitsliste.

Auch gewohnte Ablenkung lässt sich zunächst praktisch angehen: Benachrichtigungen ausschalten, unnötige Fenster schließen, Material vorbereiten. Du musst nicht jede Unterbrechung emotional erklären. Entscheidend wird die innere Reaktion, wenn die Aufgabe klar ist und du ihr trotzdem regelmäßig ausweichst.

Dann kann sich mehr Selbstdisziplin anfühlen wie Gasgeben bei angezogener Handbremse. Du verstärkst den Auftrag an dich, ohne zu beachten, was dich im Startmoment festhält. Für eine Veränderung brauchst du genaueres Material als „Ich muss mich endlich zusammenreißen“.

Halte den persönlichen Kippmoment fest

Schau dir einen konkreten Arbeitsbeginn rückblickend an. Welcher belastende Moment kommt direkt vor der Ablenkung? Bleibe bei dem, was du wirklich bemerkst. Vielleicht reicht schon der Dateiname der Kostenübersicht. Sofort taucht auf: „Es wird wieder nicht klappen.“ Dein Bauch wird fest, du lehnst dich zurück und öffnest die Nachrichten.

Notiere diesen Zusammenhang kurz: Anlass, Gedanke, Gefühl, Körperempfindung und das anschließende Ausweichen. Falls du keine deutliche Emotion benennen kannst, halte auch das fest. Ergänze nicht nachträglich eine Erklärung, nur damit die Beobachtung vollständig aussieht.

Vergleiche bei den nächsten Gelegenheiten, ob sich etwas wiederholt. Vielleicht entsteht die Anspannung erst, wenn du an eine Rückfrage zu deinem Ergebnis denkst. Vielleicht betrifft das Ausweichen vor allem Aufgaben, bei denen du einen früheren Rückstand aufholen willst. So kannst du das Muster eingrenzen, statt nach jedem vertanen Vormittag wieder deine ganze Arbeitsweise infrage zu stellen.

Wähle eine Szene, die du bearbeiten kannst

Der Kippmoment zeigt dir, was die Belastung auslöst: etwa der Blick auf den Dateinamen und der Gedanke „Es wird wieder nicht klappen“. Diese konkrete Szene mit ihren Gedanken, Gefühlen und Körperempfindungen bildet das Thema für EMDR-Selbstcoaching.

Wenn du diesen Moment überschaubar halten und dich davon wieder distanzieren kannst, kommt er als Thema für EMDR-Selbstcoaching infrage. Die Arbeit richtet sich auf die konkrete Belastung am Umschaltpunkt. Sie verlangt nicht, dass du eine traumatische Ursache findest oder sämtliche früheren Misserfolge aufarbeitest.

Bereite eine solche Sitzung bewusst vor, mit Zeit und einem vertrauten, vollständig erlernten Ablauf. Unter dem Druck „Danach muss ich sofort funktionieren“ entsteht leicht eine weitere Leistungsanforderung. Thomas Buhl, Heilpraktiker für Psychotherapie sowie EMDR- und Traumatherapeut, hat das EMDR-Selbstcoaching in sechs Schritten entwickelt. Sein Buch und Video-Tutorial vermitteln den Ablauf; die Übersicht ordnet dein Thema ein.

  1. Thema bestimmen: Wähle den eng umrissenen Startmoment, etwa den Blick auf die Datei. Ein auftauchender Satz dient als Bezugspunkt, nicht als Urteil, das du übernehmen musst.
  2. Emotion wahrnehmen: Beachte die aktuelle Gefühlsreaktion und schätze ihre Intensität ein. Das schafft einen Ausgangspunkt für den späteren Vergleich.
  3. Körperempfindung beachten: Nimm wahr, ob und wo sich die Belastung körperlich bemerkbar macht, ohne eine Empfindung erzwingen zu wollen.
  4. Verarbeiten: Im erlernten Ablauf wird das Thema mit schnellen, geführten Augenbewegungen verbunden. Zwischen den Abschnitten wird beobachtet, was sich verändert.
  5. Restempfindungen prüfen: Beachte, was beim erneuten Bezug auf das Thema noch vorhanden ist.
  6. Positiven Gedanken verankern: Greife auf, was sich nach der Verarbeitung von selbst stimmig und positiv zeigt. Ein vorgeschriebener Mut-Satz gehört nicht dazu.

Du darfst jederzeit pausieren oder abbrechen. Wenn du dich überfordert fühlst, die Orientierung im Hier und Jetzt verlierst oder dich nicht wieder beruhigen kannst, beende die Selbstanwendung und hole Unterstützung. Stark belastende oder traumatische Inhalte sowie klinische Beschwerden brauchen einen professionellen Rahmen. Eine unverändert hohe Belastung ist kein Auftrag, unbegrenzt weiterzumachen.

Prüfe die Veränderung an einer wirklichen Handlung

Nach einer Sitzung kannst du festhalten, wie der gewählte Startmoment jetzt auf dich wirkt. Hat sich etwas am Gefühl oder an der Körperempfindung verändert? Auch wenn du Entlastung bemerkst, ist damit die Kostenübersicht noch nicht erledigt.

Wähle für den nächsten Arbeitsblock eine kleine, sichtbare Handlung: die erste vorhandene Rechnung in die Übersicht übertragen. Nicht die ganze Abrechnung fertigstellen, sondern einen sinnvollen Teil tatsächlich ausführen. So lässt sich überprüfen, ob der Zugang zur Aufgabe leichter geworden ist. Selbstcoaching und praktisches Arbeiten erfüllen hier unterschiedliche Aufgaben.

Falls das Ausweichen wiederkehrt, schau nach, an welcher Stelle es diesmal beginnt. Fehlt inzwischen eine Information? Taucht dieselbe Erwartung auf oder eine andere? Aus einem erneuten schwierigen Start folgt weder, dass alles unverändert ist, noch dass du einfach mehr EMDR anwenden solltest.

Wenn das Muster anhaltend große Teile deines Alltags beeinträchtigt, ist Beratung oder psychotherapeutische Abklärung sinnvoll. Ein Perfektionsanspruch oder wiederkehrende Selbstabwertung kann außerdem eine gezieltere Bearbeitung benötigen als allgemeine Tipps gegen Aufschieben.

Für eine akute Startblockade kann zusätzliche unmittelbare Starthilfe nötig sein. Um das wiederkehrende Muster zu verändern, verbindest du dagegen Beobachtung, passende innere Arbeit und reale Handlung. Lege jetzt einen erreichbaren nächsten Arbeitsbeginn fest und benenne die erste Tätigkeit so konkret, dass du danach sehen kannst: Diesen Schritt habe ich gemacht.

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Hauptwirkprinzip von EMDR ist die bilaterale Hemisphärenstimulation Es wird angenommen,

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Die Anleitung zum EMDR-Selbstcoaching

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