Das vollständige Video-Tutorial zum EMDR-Selbstcoaching

5 Stunden Video-Anleitung mit all dem kompakten Wissen und hilfreichen Übungen für die sofortige Durchführung der EMDR-Selbstanwendung ohne Hilfsmittel. (mehr…)

Das komplette Video-Tutorial zum EMDR-Selbstcoaching

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Mentale Blockade oder Freeze: Warum du trotz eines klaren nächsten Schritts stockst

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Eine mentale Blockade beschreibt hier das Erleben, handeln zu wollen und bei einem bekannten Schritt innerlich zu stocken. „Freeze“ kann dieses Erstarren umschreiben, legt aber weder seine Ursache fest noch begründet es eine Diagnose. Fehlen Wissen, Zeit oder Kraft, brauchen diese Hindernisse eigene Lösungen. EMDR-Selbstcoaching kommt als möglicher Ansatz infrage, wenn eine konkrete, beherrschbare Alltagssituation mit einem belastenden Gedanken, einem Gefühl und körperlichem Widerstand verbunden ist.

Frau mit roter Jacke und Brille steht vor einer Berglandschaft

Du kannst genau sagen, welche Änderung als Nächstes in eine Skizze gehört. Der Stift liegt in deiner Hand, die betreffende Stelle ist markiert. Trotzdem setzt du nicht an. Dein Blick bleibt dort hängen, die Arme fühlen sich schwer an, und in dir steht nur noch: „Ich kann nicht.“

Was am Ergebnis geändert werden soll, ist dir weiterhin klar. An diesem Unterschied wird das Erleben einer Blockade anschaulich: Das Wissen um den nächsten Schritt und die Möglichkeit, ihn gerade auszuführen, fallen auseinander.

Was das Wort „Blockade“ beschreibt und was es offenlässt

Von einer mentalen Blockade zu sprechen kann helfen, diesen Widerspruch auszudrücken. Es bedeutet zunächst: Etwas hemmt dein Handeln. Das Wort sagt noch nicht, ob eine belastende Erwartung, Erschöpfung, ein innerer Vorbehalt oder ein anderes Hindernis dahintersteht.

Auch „Freeze“ wird im Alltag oft für ein Gefühl des Erstarrens verwendet. Aus schweren Armen, Stillwerden oder einem leeren Kopf lässt sich aber kein bestimmter Zustand des Nervensystems ableiten. Ebenso wenig beweist das Erleben ein Trauma. Eine Beschreibung deiner Wahrnehmung ist noch keine medizinische Erklärung.

Eine Blockade muss außerdem nicht ausschließlich beim ersten Anfangen auftreten. Du kannst bereits an einer Sache arbeiten und an einem bestimmten Übergang stocken: etwa dort, wo du eine eigene Lösung eintragen sollst. Für das Verständnis ist aufschlussreich, weshalb gerade dieser Schritt eine andere Bedeutung bekommt als die bisherigen.

Wenn eine Handlung zugleich etwas Unangenehmes ankündigt

In seinem Buch und Tutorial beschreibt Thomas Buhl ein Schutz- und Vermeidungsmodell: Frühere belastende Erfahrungen können mitprägen, wie eine heutige Situation bewertet wird. Ein Schritt, der sachlich überschaubar ist, kann dadurch mit der Erwartung von Kritik, Beschämung oder Überforderung verbunden sein.

Diese Perspektive liegt auch seiner bisherigen Erklärung mentaler Blockaden zugrunde. Sie ist ein mögliches Erklärmodell für das konkrete Erleben, keine allgemeingültige Ursache jeder Hemmung. Du musst weder eine frühere Szene finden noch jede unangenehme Aufgabe auf alte Erfahrungen zurückführen.

Bei der Skizze könnte es darum gehen, die eigene Idee sichtbar festzulegen. „Ich kann nicht“ wäre dann möglicherweise mit der Befürchtung verbunden, eine unbrauchbare Lösung einzutragen. Dazu kommen Unsicherheit oder Scham und das schwere Gefühl in den Armen. Der Schritt enthält für dich mehr als eine Linie auf Papier.

In Buhls Modell kann das Unterlassen vor dieser erwarteten Belastung schützen. Es lässt zugleich die Aufgabe offen. Damit wird verständlich, weshalb eine Reaktion kurzfristig entlastend und auf Dauer hinderlich sein kann. Sie muss nicht absichtlich gewählt sein, um dein Verhalten mitzubestimmen.

Warum ein genauerer Arbeitsplan manchmal hilft und manchmal nicht

Ist der nächste Schritt unklar, kann ein besserer Plan die Schwierigkeit tatsächlich lösen. Vielleicht weißt du zwar, wie das fertige Ergebnis aussehen soll, aber nicht, welche Änderung dahin führt. Dann fehlt eine sachliche Anleitung. Das unterscheidet sich von der Situation, in der du den Handgriff erklären kannst und dennoch davor erstarrst.

Auch fehlende Kraft ist ernst zu nehmen. Nach einem erschöpfenden Tag kann selbst eine einfache Tätigkeit schwerfallen. Eine Pause, Entlastung oder ein realistischerer Umfang sind dann näherliegende Antworten als die Suche nach einer emotionalen Blockade. Innere Arbeit schafft keine zusätzliche Zeit und ersetzt keine Erholung.

Schließlich lohnt die Frage, ob du das Vorhaben überhaupt verfolgen möchtest. Ein ungeklärter Vorbehalt ist etwas anderes als die Unfähigkeit zu handeln. Vielleicht erscheint dir der Auftrag nicht sinnvoll. Auch das darf zunächst ausgesprochen werden, statt jeden Widerstand als etwas zu behandeln, das verschwinden soll.

Bleibt die Hemmung bei einem gewollten, verstandenen und machbaren Schritt bestehen, wird die konkrete Reaktion interessant. Welche Bedeutung bekommt dieser Schritt für dich? Genau dort kann die sachliche Klärung um eine Betrachtung des inneren Erlebens ergänzt werden.

Vom allgemeinen „Ich bin blockiert“ zu einem fassbaren Thema

Für eine mögliche EMDR-Selbstanwendung lässt sich der Bezugspunkt eng halten: der Stift vor der markierten Stelle, der Gedanke „Ich kann nicht“, die Unsicherheit und die wahrgenommene Schwere. Du arbeitest mit diesem Ausschnitt. Das Wort Freeze selbst ist kein Thema, das verarbeitet werden müsste.

Der von Thomas Buhl entwickelte Sechs-Schritte-Ansatz verbindet ein ausgewähltes Thema mit der Wahrnehmung von Emotionen und Körperempfindungen sowie bilateraler Stimulation. Geführte Augenbewegungen sind dabei Teil des vollständigen Ablaufs. Ziel ist die Arbeit an der zugehörigen Belastung, keine Bestätigung einer Erklärung über dein Nervensystem.

EMDR selbst anzuwenden setzt voraus, dass du das Vorgehen und seine Grenzen vollständig kennengelernt hast. Selbstcoaching bleibt auf beherrschbare, nicht-krankhafte Alltagsthemen begrenzt. Du darfst aufhören; Überforderung oder traumatische Inhalte verlangen fachliche Begleitung. Bei anhaltender starker Antriebslosigkeit oder erheblichen Einschränkungen ist professionelle Abklärung sinnvoll.

Das Verständnis der Blockade wird genauer, wenn du zwei Aussagen auseinanderhalten kannst: „Ich weiß noch nicht, wie dieser Schritt geht“ und „Ich weiß es, aber schon seine Vorstellung belastet mich.“ An der Skizze lässt sich dieser Unterschied konkret beschreiben. Er hilft dir, die passende Unterstützung zu wählen, ohne dich vorschnell als krank oder undiszipliniert zu beurteilen.

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Die Anleitung zum EMDR-Selbstcoaching

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